Verbania ist in erster Linie ein Zusammenschluss der Gemeinden Fondotoce, Suna, Intra und Pallanza. Der Name Verbania wurde geschaffen, um sich stärker im Konkurrenzkampf mit Stresa und Baveno zu positionieren.

Bild zeigt Verbania am Lago Maggiore

Verbania ist damit die einwohnerstärkste Stadt am Lago Maggiore. Von Westen gesehen liegt Fondotoce an der Mündung des Toce direkt am Naturschutzgebiet ‚Riserva Naturale di Fondo Toce‘. Das kleine Dorf an der Straße ist nicht mehr als ein Ausgangspunkt für die Ausflüge zum Lago d‘Orta, ins Val Grande oder zum Lago di Mergozzo.

Folgt man der stauanfälligen Straße (34) nach Verbania (unbedingt die Uferstraße wählen), trifft man zunächst auf den kleinen Ort Suna am Fuße des Monte Rosso: die hübsche Promenade, die bunten Fassaden der ersten Häuserreihe und die Restaurants liefern ein schönes Fotomotiv.

Malerisch liegt die kleine Kirche Fabiano und Sebastiano aus dem späten 12. Jahrhundert. Suna hat ein eigenes Strandbad mit Swimmingpool.

Pallanza Hinter Suna erreicht man bald Pallanza, einen eleganten Ort mit hinreißenden Häusern, die heute teilweise als Hotel genutzt werden. Pallanza ist bekannt für seine herrschaftlichen und reich verzierten palastähnlichen Häuser; alles wirkt renoviert und aufgeräumt.

Vom mächtigen Schiffsanleger startet man optimal zu den borromäischen Inseln, die Isola Madre ist quasi nur einen Katzensprung entfernt. Hier am Hauptplatz Pallanzas (Giuseppe Garibaldi) führt eine der schönsten Einkaufsgassen (Via Ruga) zum Pallazzo Dugnani mit dem Museo Paesaggio, das zahlreiche Kunstwerke des Bildhauers Troubetskoy und anderer Künstler aus dem 16. und 17. Jahrhunderts zeigt. Troubetskoy stand im übrigen auch für das Cadorna-Mausoleum am Ufer unten Pate.

Das riesige Denkmal ähnelt ein wenig dem Völkerschlachtdenkmal von Leipzig, wahrlich nur nicht ganz so groß. Genau gegenüber des ‚Palazzo‘ versteckt sich übrigens eine der besten Konditoreien der Gegend, die Pasticchini vom Feinsten anbietet (entsprechend groß ist der Andrang).

An der Piazza Giovanni XXIII steht die Kirche San Giuseppe mit schön erhaltenem und frei stehenden Campanile, einige Schritte in Richtung See folgt die Chiesa di San Leonardo, schön eingerahmt von renovierten Stadthäusern. Für Kunsthistoriker interessanter ist die weit vom Geschehen entfernte Chiesa di Campagna in der Via Antonio Azari. Die Kirche steht in einer Linie mit den Gotteshäusern in Brissago und Cannobio, die alle über über eine achteckige-Kuppelkonstruktion verfügen. Die Kirche in Pallanza entstand ursprünglich im 13. Jahrhundert in romanischem Stil, Anfang des 16. Jahrhunderts wurde sie dann von Giovanni Beretta aus Brissago umgebaut. Nur der für Italien so typische Glockenturm (Campanile) erinnert noch an den ursprünglichen Bau. Charkteristisch für die Region ist der elegante achteckige-Kuppelbau, den man auch von den Kirchen in Brissago und Cannobio kennt (s. S‘en 84 u. 120). Im Innern stammt nur die Freske der Madonna delle Grazie aus den Anfängen des Kirchenbaus, sehenswert sind die Gemälde des Malers Camillo Procaccini aus Bologna. Die Kirche liegt etwas abseits der Touristenströme in der Via Giuseppe Azari 105 in einer kleinen Grünanlage.