Sehenwürdigkeiten – Lago Maggiore | Die besten der Besten kann man sagen. Besuchen Sie diese Sehenswürdigkeiten und Sie haben den Lago Maggiore gesehen …

Bild zeigt Borromäische Inseln

Die Borromäischen Inseln

Ein sehr beliebtes Ausflugsziel während des Urlaubs am Lago Maggiore sind die Borromäischen Inseln (Isole Borrome) im südöstlichen Teil des Borromäischen Golfs. Genau genommen handelt es sich um eine Gruppe von fünf Inseln mit einer Fläche von insgesamt 18 Hektar im südlichen Lago Maggiore

Die Castelli (Isole) di Cannero

Historisch interessant sind die Castelli oder die Isole di Cannero, die sich am äußersten nördlichen Ende des Gemeindegebietes befinden. Die Inselbauten stammen aus dem 12. bis 14. Jahrhundert und dienten u.a. dem Schutz der Einwohner. Zuletzt nahmen allerdings die berüchtigten Mazzardi-Brüder (auch Mazzarditi) die Burg ein und trieben von dort aus ihr Unwesen. Sie galten damals regelrecht als Piraten und verdienten ihren Lebensunterhalt durch zahlreiche, auch brutale Überfälle.

Filippo Maria Visconti (1392 – 1447) befreite um 1440 die Gegend von dem verbrecherischen Gesindel, eroberte unter Giovanni Lonati beide Inseln und ließ sie anschließend komplett einreißen. Wenig später (um 1520) erbaute Ludovico Borromeo eine neue Burg – genannt ‚La Vitaliana‘. Die kleinere Insel bildete dabei den Anlegehafen, von dem eine Zugbrücke zur Hauptinsel führte. Das Betreten der Inseln ist heute aus Sicherheitsgründen streng verboten.

Die Isola Bella

Die Isola Bella ist die beliebteste Insel | Sie weist zwar nur eine Länge von 320 m und eine Breite von 180 m auf, doch der dortige Palazzo Borromeo mit seiner wunderschönen Gartenanlage ist trotzdem überregional bekannt. Ursprünglich wurde die Insel als „Isola inferiore“, d.h. „Kleine Insel“ oder als „Isola di sotto“, d.h. „Untere Insel“ bezeichnet und war eine reine Felseninsel. Doch dann begann Carlo III. Borromeo, die Felsen zu planieren und für seine Gemahlin, Isabella D’Adda, einen Palast zu bauen. Daraufhin erhielt die Insel den Namen „Isola Isabella“, was schließlich zu „Isola Bella“ verkürzt wurde.

Die Isola Madre

Die Isola Madre ist, wie eingangs erwähnt, die größte der Borromäischen Inseln. Besonders sehenswert ist dort der Palazzo Madre aus dem 16. Jahrhundert mit seinen historischen Gebäuden und der beeindruckenden Parkanlage mit zahlreichen Bäumen, Büschen und Blumen. Bereits zwei Mal wurde die Insel umgetauft.

Die Isole di Brissago

Die Brissago-Inseln liegen ca. 2,5 km von Brissago entfernt inmitten des Lago Maggiore. Hauptanziehungspunkt ist der Botanische Garten der größeren der beiden Inseln, der Isola San Pancrazio (oder einfach der Grande Isola). Am einfachsten und schnellsten geht es per Shuttle-Boot von Porto Ronco aus. Auch die öffentliche Schifffahrt der Gesellschaft ‚Navigazione Laghi‘ steuert die Insel an; wahrscheinlich sogar die sinnvollere Lösung, da das Parkplatzangebot in Porto Ronco überschaubar ist.

Bild zeigt den Lago Mergozzo

Der Lago di Mergozzo

Der übersichtliche See hat vier markante Seiten. Im Süden verläuft die Bahnlinie, im Norden die Straße, im Westen liegt das hübsche Städtchen Mergozzo und im Osten befinden sich die Campingplätze. Der See gilt als der sauberste in der Region des Lago Maggiore, Motorboote gibt es hier nicht.

Die Madonna del Sasso (Locarno)

Unter den Kirchen ist die Madonna del Sasso mit ihrer einzigartigen Höhenlage über Locarno die schönste. Man erreicht sie per Zahnradbahn, zu Fuß oder mit dem Auto. Die Kirche wurde im 15./16. Jahrhundert errichtet, nachdem ein Franziskanermönch an jener Stelle zuvor eine Marienerscheinung hatte. Sie ist das am meisten fotografierte Gotteshaus der ganzen Region.

Der Monte Verita (Ascona)

Der Monte Verità ist ein Berg in der Nähe der Stadt Ascona im schweizerischen Kanton Tessin unweit des Lago Maggiore. Im Deutschen wird der Monte Verità auch „Wahrheitsberg“ genannt. Im 20. Jahrhundert siedelte sich dort eine Kolonie mit vielen namhaften Künstlern an, die als Begründerin der alternativen Bewegung galt. Der Hügel wurde zum Zentrum einer neuen Lebenshaltung und zog immer mehr Künstler, Anthroposophen, Psychoanalytiker und andere Sinnsuchende an. Darüber hinaus bot der Monte Verità auch einen Rückzugsort für politisch anders Denkende.

Der Nationalpark des Valgrande

Das Val Grande ist nur ein Teil des riesigen Nationalparks und gleichzeitig Namensgeber für die letzte fast unberührte Naturlandschaft Italiens. Bewohnt war das Gebiet einst von Milchbauern, die nach den Kämpfen während des Zweiten Weltkriegs endgültig aufgaben und damit ihr karges Leben hinter sich lassen konnten. Die Zeit eines fast aussichtslosen Kampfes gegeneinander und gegen die Natur war vorbei und die tiefen Täler wurden seither wieder der Verwilderung überlassen. Tatsächlich lebten die Milchbauern am Rande der Existenz, zu klein waren die Almgebiete und das schroffe Klima tat das Übrige.

Die Rocca d’Angera

Bild zeigt die Rocca d'Angera

Die gewaltige Anlage wurde in mehreren Schritten zwischen den 12. und 17. Jahrhundert erbaut. Im Wesentlichen besteht sie aus fünf Bauteilen: Hauptturm, Scaliger-Flügel, Visconti-Flügel, Borromeo-Flügel und Turm des Giovanni Visconti. Der Zugang zur Burg erfolgt über den Borromeo-Flügel , nach der Durchquerung des Burgeingangs betritt man zunächst eine Art Vorplatz mit Cafeteria und schöner Loggia mit Aussicht auf Angera und den südlichen See.

Das Val Verzasca

Wer einen Ausflug ins Valle Verzasca unternimmt, wird einen Ort mit faszinierender Natur, Ursprünglichkeit und idyllischer Schönheit kennenlernen. Das Tal im Schweizer Kanton Tessin (Bezirk Locarno) bezaubert mit steilen Hängen, schroffen Steingebilden und rauschenden Wasserfällen. Den Anblick der typischen Häuser aus grauem Stein und den schweren Steinplattendächern wird sicherlich jeder lange in Erinnerung behalten. Ebenso den wild schäumenden Fluss Verzasca und die reizenden, natürlich entstandenen „Badewannen“. Das Val, welches an die Tessiner Täler grenzt, liegt zwischen Leventina und dem Maggiatal. Der Fluss Verzasca durchfließt es – daher auch der Ursprung des Namens – und wird am Ausgang des Tals zum Lago di Vogorno gestaut. Die Gründe liegen nahe: Schutz vor den Fluten der Verzasca sowie Energiegewinnung. Mit 222 Metern Höhe ist die Staumauer eine der höchsten in ganz Europa. Adrenalinstöße erhalten all diejenigen, welche sich an einem Bungee-Jumping-Seil hängend in die Tiefe stürzen. Für 255 CHF (ca. 200 EUR) ist man dabei!

Das Vallemaggia

Im südlichsten Zipfel der Schweiz, ganz im Westen des italienischsprachigen Kantons Tessin befindet sich der 579 km² große Bezirk Vallemaggia (Distretto di Vallemaggia) mit insgesamt ca. 5800 Einwohnern. Er gliedert sich in die drei Kreise Circolo di Lavizzara (Lavizzara), Circolo della Maggia (Avegno-Gordevio, Maggia) und Circolo della Rovana (Bosco/Gurin, Campo/Vallemaggia, Cerentino, Cevio, Linescio). Der Hauptort des Bezirks ist die etwa 23 Kilometer nordwestlich von Locarno gelegene Gemeinde Cevio mit ihren ca. 1200 Einwohnern, die mit dem eigenen Pkw oder den Bussen des lokalen Nahverkehrsunternehmens „Ferrovie Autolinee Regionali Ticinesi“ (FART) bequem von Locarno aus zu erreichen ist. Die Straße ist auch im Winter passierbar. Die oben genannten und größtenteils noch ländlich und landwirtschaftlich geprägten Orte und Ortschaften sind beliebte Wander- und Ausflugsgebiete.